Das Projekt

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Noch zwei Tage, dann geht es los. Drei Wochen lang Theater, Theater und nochmal Theater. Off-Theater versteht sich. Oder "Freie Szene", wie im deutschsprachigen Raum wohl am häufigsten gesagt wird.

Morgen Abend mache ich mich auf den Weg. Zwölf Stunden sind es mit dem Wagen von Brüssel nach Avignon, wenn man die französischen Autobahnen mit ihren Mautgebühren meidet und nachts bei zumeist freier Fahrt über die Landstraßen braust.

Die Ankunft ist für etwa 8 Uhr geplant. Früh genug, sich noch ein wenig zu erholen, bevor es zum Off-Pressezentrum an der Place de l'Horloge geht. Regeln der formalen Dinge mit der Festivalleitung, und dann ... dann vielleicht schon ein erstes Stück?

Vergangenes Jahr war ich das erste Mal in Avignon zur Zeit des Festivals. Stark beeindruckt hat mich das, was ich gesehen habe. Die dichte, so ganz unalltägliche Atmosphäre in den Straßen und Gassen der historischen, noch mit einer Mauer umgebenen Altstadt. Theater fast rund um die Uhr. Spannende Menschen überall. Ausgefallen, verrückt, verquert - Künstler eben!

Damals entstand die Idee, das Festival dieses Jahr journalistisch zu begleiten. Ein Projekt, das unter anderem mit diesem Blog verwirklicht wird. Subjektiv gefärbt soll er in einem lockeren Reportagestil über die 24 Festivaltage des Off in Avignon berichten. Über meine Eindrücke, Erlebnisse, Begegnungen. Und natürlich über Theater. Zwei bis drei Kurzkritiken - so nehme ich mir vor - sollen pro Eintrag abgetrennt vom Haupttext erscheinen. Mindestens zwei bis drei. Doch wie es genau abläuft, müssen die Tage vor Ort zeigen.  

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